Erste Hilfe: Das richtige Verhalten im Notfall

Im Zusammenhang mit Arbeiten an elektrischen Anlagen besteht die Gefahr der ­Körperdurchströmung, wenn Personen Teil eines Stromkreises werden. Dabei ist das Risiko hoch, dass Betroffene durch den Stromfluss einen Herz-Kreislauf-Stillstand erleiden, sofern die Stromquelle nicht rechtzeitig abgeschaltet oder die Person nicht schnell genug vom Stromkreis getrennt wird. Das richtige Verhalten im Notfall ist daher entscheidend.

Erste Hilfe
Quelle: Electrosuisse

Die beschriebene Situation ist bei Weitem nicht die einzige, in welcher verletzte oder in Lebensgefahr geratene Personen auf Erste Hilfe angewiesen sind. In der Schweiz sterben jährlich rund 8000 Menschen an einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand – das entspricht etwa einer Person pro Stunde. Mit jeder Minute, die nach einem Herz-Kreislaufstillstand vergeht, ohne dass Wiederbelebungsmassnahmen eingeleitet werden, sinkt die Überlebenschance um ca. 10 Prozent. Dies zeigt, wie wichtig es ist, dass sich möglichst viele Leute mit Erster Hilfe auseinandersetzen. Das Einleiten lebenswichtiger Sofortmassnahmen ist zentral und kann von jedem Laien erfolgen.

Die Rettungskette

Notfälle können sich jederzeit, überall und bei jeder Person ereignen. Dieses Bewusstsein, idealerweise kombiniert mit einer Erste-Hilfe-Ausbildung für Laien, schaffen eine wichtige Grundlage der Prävention.

In einem Ereignisfall sind zu Beginn meist spontane Ersthelfer anwesend. Also Personen, die sich zufällig in unmittelbarer Nähe eines Ereignisses befinden. Idealerweise können diese bereits Erste-Hilfe-Massnahmen einleiten. Bei Zweifel der erforderlichen Massnahmen sollte man die Notrufnummer (z.B. 144) wählen, um Begleitung und Unterstützung der Mitarbeitenden der Notrufzentrale zu erhalten. Gleichzeitig werden im Bedarfsfall First Responder aufgeboten, welche sich in der Nähe des Notfalls aufhalten. Damit wird sichergestellt, dass spontane Ersthelfer möglichst rasch Unterstützung und einen AED (Automatisierter Externer Defibrillator) vor Ort haben. Sobald das Profi-Rettungsteam eintrifft, wird dieses sukzessive die Versorgung der Patienten übernehmen. Ersthelfer mit Unterstützung der Notrufzentrale können die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungsdienste überbrücken.

Richtig handeln bei medizinischen Notfällen

Glücklicherweise handelt es sich bei medizinischen Notfällen nicht immer um Situationen, bei denen eine Wiederbelebung erforderlich ist. Eine rasche Einschätzung der Symptome des Patienten und die schnelle Einleitung allfälliger Massnahmen kann für verletzte oder erkrankte Personen von grosser Wichtigkeit sein, um weiteren Schaden abwenden zu können.

In der Schweiz erleiden jährlich Tausende Personen einen Herzinfarkt oder Hirnschlag. Bei beiden Notfällen kann mit einer raschen Einleitung der richtigen Behandlung Schlimmeres abgewandt werden, sodass sich Patienten schnell wieder erholen. Erkennen des Notfalls und alarmieren der Rettungsdienste ist in solchen Situationen zentral und kann mit wenig Vorwissen von allen ausgeführt werden.

BLS-AED-Kurse

In den BLS-AED Kursen von Electrosuisse erlernen die Teilnehmenden das richtige Verhalten bei Elektrounfällen. Die beschriebenen Situationen werden angesprochen und Erste-Hilfe-Massnahmen in Theorie und Praxis abgehandelt. Die Kurse vermitteln den Teilnehmenden wichtige Informationen, um für den Notfall besser vorbereitet zu sein.

Die BLS-AED-SRC-komplett-Kurse tragen das Gütesiegel des SRC, welches in der Schweiz für die Qualitätssicherung der Laienreanimation steht.

Hier geht es zu den Kursen.